August, 2017

17aug20:0022:00KOPFSTAND EXPORTDer KOPFSTAND ist eine fortlaufende musikalische Seifenoper mit Lesebühne.

Event Details

Der KOPFSTAND ist eine fortlaufende musikalische Seifenoper mit Lesebühne. Beim KOPFSTAND EXPORT wird das Beste aus Texten und Musik verflossener Kopfstände neu verknüpft und dargeboten. Am Kopfstand beteiligt sind SAHARA B., DER PAPST, SEINE FRAU UND SEIN PORSCHE und PAUL Geigerzähler, der uns vielleicht sogar mit Songs aus seinem neuen Album beglückt.

Ein Sammelsurium trashiger Geschichten aus den Trümmern der Hausbesetzerszene. Zwischen Kneipensumpf und Gesellschaftskritik, zwischen Dreiecksbeziehung und Knast, zwischen Hausbesetzung und Hackerangriff treiben die Figuren durch das wirre Leben. Es geht um einen vor die Hunde gekommenen ehemaligen IT-Pionier, eine pleite gegangene Esoterik-Unternehmerin, ein gerade geboren werdendes Baby und 2 der menschlichen Sprache mächtige Elche (Aufzählung unvollständig). In den Nebenrollen u.a. eine mafiöse Organisation, die eine der Hauptfiguren auf dem Kieker hat, eine Psychosekte, die über mysteriöse Einflussmöglichkeiten verfügt und der nordkoreanische Geheimdienst.

Es wird bunt, musikalisch und laut!

Hier mehr Infos:

http://kopfstand.blogsport.de/

SAHARA B.:

Sahara b. aus B. schreibt längere und kürzere (Kurz-)geschichten und manchmal auch Gedichte über alles und nichts, was ihr so durch den oder an ihrem Kopf vorbei geht.
Wie so oft geht es dabei immer irgendwie um das Was, das Wie, das Woher, das Wohin und vor allem das Wieso und das Wozu. Das Warum und das Warum vielleicht doch nicht.
Das kann unterhaltsam, surreal, nachdenklich, sarkastisch, nett oder fies sein, aber in jedem Fall ist es immer ein Text über irgendwas oder irgendwen. Oder beides.
Zu sehen und zu hören is dit Janze regelmäßig bei der Zeit der Kirschen-Kulturbühne, dem Kopfstand und den Montagsleser*innen.
http://sahara.mrkeks.net/

DER PAPST, SEINE FRAU UND SEIN PORSCHE

Vor längerer Zeit wurde ich geboren: in Mülheim an der Ruhr. Bildungsabschlüsse: Abi, Fahrerlaubnis Kl. 3. In der Teenagerzeit, als die anderen rumknutschten, widmete ich mich exotischen Sportarten (Rudern) und dachte in der restlichen Zeit darüber nach, warum sich keine Gelegenheit ergab, mit Mädchen rumzuknutschen. Das Übliche halt. Wusste mich in guter Gesellschaft noch nie zu benehmen, wenn’s doch mal klappt ist das Zufall. Wollte immer Künstler werden und konnte mir lange Zeit nicht vorstellen, dass es Leute gibt, die diesen Wunsch nicht hegen. Informatikstudium abgebrochen. Erste literarische Gehversuche mit adoleszenzwirrem bildungsbürgerlichen Identitätskrisengejammer (unveröffentlicht). Hatte ein paar krasse Christenhasser im Bekanntenkreis und wurde aus Protest Christ. Traf später ein paar krasse Christen und hörte auf, Christ zu sein. Wandertheater, angefangen zu kiffen, viel gekifft, aufgehört zu kiffen, lernte autodidaktisch ein paar Musikinstrumente einigermaßen zu spielen. Karrieren als Putzmann und Umzugs- und Entrümpelungshelfer stagnieren seit Jahren auf niedrigem Niveau. In einer Maßnahme vom Arbeitsamt (damalige Bezeichnung für Job-Center, Anm. d Red.) brachte man mir bei, was man für die Abschlußprüfung zum Tischler braucht. Ich bestand mit 4,0. Fuhr dann Touristen in Rikschas durch die historische Altstadt in Münster/Westfalen. Wollte mal Bildhauer werden, brachte es aber auf Dauer nicht über mich die armen Bilder ständig zu hauen, ich hatte immer Mitleid mit denen. Ein paar Jahre unterwegs ohne Zuhause. Lebe jetzt in der Brandenburger Pampa und mache ein paar äußerst empfehlenswerte Sachen: hier z.B Der Papst, seine Frau und sein Porsche, mit meinem Kollegen Geigerzähler gelegentlich Atze Wellblech. Seit einiger Zeit bringe ich ein paar Leuten, die von weit weg in meine Gegend gekommen sind, Deutsch bei.
http://papst.blogsport.eu/
https://papst.bandcamp.com/
https://www.facebook.com/derPapst.seineFrau.undseinPorsche/

PAUL GEIGERZÄHLER

Ganz früher, als in Berlin noch diese seltsame Betonwand herumstand, wurde in Budyšin ein Kind geboren, das früh die musikpädagogischen Errungenschaften der Deutschen Demokratischen Republik geniessen und Geige spielen wollte, durfte, sollte, musste.

Die Betonwand fiel um. Ich schnitt mir einen Iro, schmiss die Schule und begann eine Lehre als Hausbesetzer. Ich warf die Geige an die Wand, besorgte mir aber bald eine neue, weil ich zu faul war, Gitarre zu lernen. Mit dieser spielte ich in den 90ern in Bands mit lustigen Namen wie Köterkacke. Nachdem diese sich auflösten, fing ich aus langer Weile an solo Musik zu machen. Ein Name musste her, Geigerzähler passte ganz gut und als eben jener toure ich seit 2003 meist durch den deutschen Sprachraum, spielte aber auch schon mal in Tel Aviv, Ramallah oder New York.
Anfangs war das Punk ohne Schlagzeug, Gitarre und Bass unplugged mit Geige und Gesang. Später kamen Folk-, Reggeanummern und zwei Duos hinzu – Berlinska Dróha und Atze Wellblech. Außerdem spiele ich hin und wieder Geige zu elektronischer Musik.
http://geigerzaehler.blogsport.de/
https://soundcloud.com/geigerzaehler/
https://twitter.com/PGeigerzaehler

Time

(Donnerstag) 20:00 - 22:00

Location

Demokratiebahnhof

Bahnhofstraße 1

© 2020 Demokratiebahnhof

X